Fallout Shelter für Android verfügbar

prod_707Das mobile Aufbau-Strategiespiel, welches zuvor in Apples App Store bereits zurecht(!) alle Rekorde gebrochen hat, ist nun endlich auch für Android verfügbar.
Auch ich kann nur eine ganz klare Empfehlung für das bis dato beste mobile Spiel geben.

Da das Spiel kostenlos spielbar ist, sollte sich das niemand entgehen lassen.

Meine Spieltipps für Anfänger

Es sieht zunächst sehr einfach aus, ist allerdings angenehm komplex. Mehrere Anläufe und verhungerte bzw. verstrahlte Bewohner waren nötig, um so ein bisschen den Dreh herauszubekommen. Das sind genau die Dinge, die ich auch an Don’t Starve und Banished so schätze.

FalloutShelter_ScreenShot

Ein paar Dinge, die ich gelernt habe:

  • Das Erfüllen der Aufgaben schaltet Lunchboxen frei, die mitunter wirklich gute Bewohner oder Gegenstände enthalten. Diese sollten mit Priorität abgearbeitet werden. Meistens ist die auch sehr einfach, wenn die Aufgabe z.B. „Statte 3 Bewohner mit Waffen“ aus lautet: Einfach 3 Bewohner zurück auf „Faust“ schalten, die Waffe neu zuordnen und erledigt.
  • Der Tempomodus lohnt sich eigentlich immer. Wenn das Risiko niedrig ist und er gelingt gibt es extra Credits; misslingt er, muss z.B. ein Feuer gelöscht werden und die Bewohner bekommen auch Erfahrungspunkte. Es sollte lediglich aufgepasst werden, dass man sich dem Ressourcen-Minimum nicht zu stark annähert, weil z.B. die Löschung eines Feuers mit nur zwei Bewohnern in einem 3er-Raum-Verbund schon sehr lange dauern kann und in dieser Zeit natürlich nichts produziert wird.
  • Energie ist die wichtigste Ressource! Wenn diese zu knapp wird fallen auch das Diner und die Wasseraufbereitung aus. Dann hat man quasi direkt verloren. Also nur vorsichtig neue Räume hinzufügen und die „Minimum“-Markierung maximal bis zur Mitte kommen lassen. Ansonsten geht man ein kaum kalkulierbares Risiko ein.
  • Das Layout mit einem 3er-Raum in der Mitte und zwei Aufzugschächten hat sich für mich bewährt. Hier sind die Wege für die Bewohner am kürzesten.
  • Nicht zu schnell zu viele schwangere Bewohner haben. Ähnlich wie in Banished arbeiten die Kinder nicht mit – sie leisten nichts, verbrauchen aber Nahrung & Wasser wie Erwachsene. Dadurch kann sich leicht eine Ressourcen-Knappheit ergeben. Darum lieber nur für soviel Nachwuchs sorgen wie der Puffer zulässt.
  • Bewohner mit höheren Status-Werten scheinen auch Kinder mit höheren Werten zu produzieren. Es empfiehlt sich also schon zu planen, in welcher Abteilung Unterstützung benötigt wird und die glücklichen Eltern nach ihrem Erbgut auszuwählen.
  • Schwangere Frauen nicht in den Baracken lassen, sondern direkt wieder arbeiten schicken. Ihre einzige Einschränkung ist, dass sie keine Feuer löschen oder kämpfen. Sie arbeiten aber durch ihre Schwangerschaft nicht schlechter. Hier dürfen Schwangere anders als in der Realität sogar noch im Labor arbeiten.
  • Hochstufige Bewohner mit der besten Ausrüstung (z.B. Powerrüstungen) ins Ödland schicken. Je länger diese unterwegs sind, desto bessere Ausrüstung wird gefunden. Mit 10 Spritzen kann ein Level 40 Bewohner schon mehrere Tage unterwegs sein und wirklich gutes Zeug finden.
  • Bewohner niedriger Stufe sterben im Ödland schnell. Unter Level 10 haben Sie dann meistens nur 300 Credits gesammelt; die Wiederbelegung kostet allerdings 400 Credits. Das ist somit also ein Minus-Geschäft. Trotzdem sollten, solange keine Trainingsräume vorhanden sind, alle Bewohner die nicht irgendwo dank guter S.P.E.C.I.A.L-Werte mithelfen können, ins Ödland geschickt werden. Hier verbrauchen Sie nämlich keine Nahrung & Wasser, die besonders zu Anfang knapp sind. Die Wiederbelebung kann beliebig lange hinausgezögert werden und auch tote Bewohner zählen als Bewohner und schalten Räume mit frei.
  • Trainingsräume sollten so früh wie möglich gebaut werden und jeder Bewohner am Besten direkt in zwei S.P.E.C.I.A.L-Werten gemaxt werden – so kann er flexibel zwischen zwei Abteilungen eingesetzt werden.
  • Raider überfallen immer regelmäßiger die Vault. Wenn alle Bewohner allerdings mit einer guten Waffe ausgestattet sind ist dies überhaupt kein Problem. Wer seine Bewohner regelmäßig ins Ödland entsendet hat sowieso Waffen im Überfluss.
  • Bei Rückkehr der Bewohner aus dem Ödland sollte vor dem Verkaufen einmal durchgeguckt werden, ob jemand noch ein Waffen- oder Outfit-Upgrade vertragen kann. Die Waffentypen scheinen sich wirklich nur in ihren Hitpoints zu unterscheiden – eine schlechtere Wirkung oder andere Nachteile einer „rostigen“ Waffe konnte ich nicht feststellen.
  • Die Radiostation empfinde ich als nutzlosen Raum, da sie bei mir noch keinen besonderen Bewohner angelockt hat und die eigenen Nachkommen häufig bessere Werte haben als die angelockten Bewohner. Die Mitarbeiter der Radiostation lassen sich woanders besser einsetzen.

Das Spiel ist für dein Gerät nicht verfügbar? Vielleicht doch!

Ich habe festgestellt, dass das Spiel auf mehr Geräten gut läuft als im Play Store eingestellt sind – möglicherweise hat man ältere Geräte direkt ausgelassen. So musste ich ein wenig nachhelfen, um dies auch z.B. auf dem „HTC One S“ ans Laufen zu bekommen – dann lief es aber flüssig.

Geht hierbei wie folgt vor:

  1. Sucht euch jemanden, der das Spiel auf seinem Android Gerät laufen hat.
  2. Installiert den ES Datei Explorer (sollte meines Erachtens eine Standard-App sein!)
  3. Erstellt ein Backup der Fallout-APK mittels ES Datei Explorer (Anleitungen finden sich über Google)
  4. Auf der SD-Karte wird es ein Verzeichnis „Android/obb/com.bethsoft.falloutshelter“ geben, in dem sich eine „main.4.com.bethsoft.falloutshelter.obb“ befindet. Diese wird auch benötigt.*
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  5. Beide Dateien müssen auf das Ziel-Gerät installiert werden. Die APK kann ganz normal installiert werden, sofern Installationen von unbekannter Quelle aktiviert sind. Die „obb“-Datei muss nach Anlage der notwendigen Unterordner im „obb“-Verzeichnis dort abgelegt werden.
  6. Jetzt dürfte die App starten und funktionieren. Viel Spaß! 🙂

Wer niemanden kennt, der die App schon hat, kann auch mit Google fündig werden. Aus reiner Vorsicht würde ich aber weder Download-Links zu meinem Backup anbieten noch die anderer benutzen, da mir nicht klar ist, wie die rechtliche Lage hier ist. Eine Kopie zwischen zwei Geräten hingegen sollte ja eigentlich niemanden mitbekommen.